Das Klima des Altai
Das Klima des Altai ist stark kontinental geprägt, was sich am deutlichsten in den langen, kalten Wintern zeigt. Die warmen oder sogar heißen Sommer sind dagegen kurz.
Aufgrund seiner geographischen Lage zwischen trockenen Steppenklimaten und relativ feuchten Nadelwäldern und den unterschiedlichen Höhenlagen, variieren die Niederschlagsverhältnisse innerhalb des Altai beträchtlich.
Die westlichen und nördlichen Teile des russischen Altai erhalten die höchsten Niederschläge, die dort während des ganzen Jahres niedergehen. Die südlichen Teile, insbesondere der Gobi-Altai, sind dagegen viel trockener.
Generell kann man sagen, dass die Niederschlagsmenge mit der Höhe zunimmt. In den südlichen Steppen, die den Altai umgeben, beträgt die jährliche Niederschlagsmenge 300 mm und weniger. Auf 500 m Höhe liegt sie im russischen Altai bereits bei 900 mm und in den Gipfellagen werden bis zu 1500 mm erreicht.
In den Hochgebirgsbecken im Inneren des Gebirges, die im Schatten großer Bergketten liegen, nimmt die Niederschlagsmenge allerdings wieder ab und sinkt trotz großer Höhenlage teilweise bis auf 300 mm.
Hier ist die winterliche Schneedecke nur sehr gering oder fehlt ganz, während in den westlichen Teilen oft Schneehöhen von 2 bis 3 m erreicht werden.
An vielen Stellen des Altai trifft man auf ausgedehnte Permafrostböden.
Durch den nordöstlichen Teil des Altaigebirges (das Gebiet um Almaty in Kasachstan) fließen Abflüsse der Gebirgsflüsse in Richtung Norden. Das meiste Wasser versickert dabei in der Steppe, aber der größte Fluß, der Ili, fließt weiter nach Norden.